Als Kind musste Georg Löw mit seiner Familie vor den Nazis fliehen. In seiner neuen Heimat USA wurde er zu einer Schlüsselfigur des Mondprogramms.

Angern an der March

Georg Löw wurde am 10. Juni 1926 in Wien in eine Industriellenfamilie geboren.

Die Familie besaß eine Schnapsfabrik und landwirtschaftliche Bertriebe. Sie besaß zwei Schlösser in Matzen und Angern, lebte zum Schluss im Schloss Angern. Die Familie wurde enteignet, das Schloss Angern brannte 1954 ab und wurde 1964 abgerissen. Heute steht nur noch ein Teil der Mauer. In seiner Diplomarbeit „Jüdische Unternehmer im österreichisch – slowakischen Grenzgebiet Angern an der March – Záhorská Ves im 20. Jahrhundert“ arbeitet Gerhard Nowak die Enteignung der Familie auf (hier geht’s zum PDF).

Das Schloss Matzen war in Bestitz der Familie Löw (Credit: gemeinfrei)

George Low in der NASA

Low arbeitete sich in kürzester Zeit zu einer Schlüsselfigur des US-Mondprogrammes hoch. Auch nach der Apollo-Ära brachte er das Space-Shuttle-Programm auf den Weg und wurde 1969 erst stellvertretender NASA-Administrator, rückte dann aber für den zurückgetretenen Thomas Paine als NASA-Chef nach.

Apollo 1

George Low schaffte es mit einer rigorosen Umstrukturierung und einem guten Sicherheitskonzept, das Apollo-Programm nach der Tragödie von Apollo 1 wieder auf Schiene zu bekommen. Dabei sind sich die Verantwortlichen einig: ohne ihn wäre die Mondlandung nicht so schnell gelungen.

Rensselaer Polytechnic Institute

Bis zu seinem Tod 1984 war Low Präsident seiner ehemaligen Ausbildungsstätte, dem Rensselaer Polytechnic Institute. Das RPI ehrt Lows Arbeit weiterhin.

Podcast Folge 30

Die gesamte Folge zu George Low gibt es überall, wo es Podcasts gibt, und auf YouTube.